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Laute Welt

15. April 2011

Noch keine fünf Minuten saß ich an meinem Platz und lernte das Getippe meines Nachbarn auf seinem Laptop zu ignorieren, da gesellten sich seine Kumpanen zu ihm. Sie machten nicht einmal den Versuch, sich leise zu unterhalten, geschweige denn zu flüstern! Nein! Sie unterhielten sich mit normaler Laustärke und das in einer Bibliothek, wo an jeder zweiten Ecke ein Schild steht, dass man leise sein soll. Und da die Herren auch noch begannen, durcheinander zu quatschen, wurde es auch noch immer lauter. Das war der Moment, in dem ich beschloss, meine Wasserflasche zu öffnen und sie einem von ihnen mitten ins Gesicht zu kippen. Dann war zwar Ruhe, aber es knisterte der Hass in der Luft. Gerne würde ich ja auch zuhause lernen, aber verbringt der Sohn meiner Nachbarn den ganzen Tag damit Keyboard spielen. Wenn er wenigstens gut Keyboard spielen würde! Aber der Junge trifft seit drei Monaten beim Keyboard spielen keinen einzigen Ton! Und das obwohl er nach der Schule bis in den Abend hinein nichts tut als Keyboard spielen. Ich bezweifle ja, dass ein Kind nichts lieber tut als Keyboard spielen. Bestimmt wollen die Eltern das. Aber Keyboard spielen hin oder her, ich kann also auch nicht zuhause lernen! Es ist zum verrückt werden!

Öhrstöpsel

12. April 2011

Ich erschrak jedes Mal, wenn sie es wieder tat und beschloss dann, mich umzusetzen. Die meisten in der Bibliothek tragen auch Ohrstöpsel. Aber erstens finde ich das reichlich eklig und zweitens bringt es bei mir nichts, da ich dann meinen Atem so laut höre, als würde ich mitten in der Nase eines Menschen stehen. Das bringt also leider auch nichts. Und Ruhe ist im Moment nun mal extrem wichtig, weil ich mich aufs Examen vorbereiten muss und die komplizierten Fälle nicht verstehe, wenn ständig Krach herrscht! Was dann geschah war allerdings der Gipfel.

Asiatische Sitten

9. April 2011

Neulich hatte ich dann eine Japanerin oder Chinesin, jedenfalls eine mit asiatischen Gesichtszügen, schräg gegenüber sitzen und diese werte Fräulein hat es doch tatsächlich fertig gebracht, ständig vor sich hin zu rülpsen. Ekelhaft, kann ich nur sagen! Aber was soll man da machen? Ich kann ja schlecht hingehen und sagen, dass sie aufhören soll vor sich hin zu rülpsen! Vielleicht war es etwas Krankhaftes? Bestimmt war es etwas Krankhaftes! Gesund wirkte das jedenfalls nicht. Heute dann hatte ich die große Ehre, neben einem Mädchen zu sitzen, die sehr gerne und sehr viel mit ihrem Textmarker markiert hat. Eigentlich hat sie alles markiert. Oder aber die Stellen, die noch nicht mit Textmarker bemalt waren, sollten die Markierten sein. Das kann natürlich auch sein. Aber jeder wie er mag. Was nicht so schön war, war die Tatsache, dass sie ihre gefühlt einhundert verschiedenen Textmarker nicht nach Gebrauch wieder auf den Tisch legt, sondern sie hin knallte!!

Uni-Lärm

5. April 2011

Manchmal weiß ich nicht, ob ich verrückt werde oder ob die anderen verrückt sind. Heute jedenfalls ist mir in der Uni der Kragen geplatzt und ich bin ausgerastet wie es mir noch nie passiert ist. Es ist ja eigentlich nichts Neues mehr, dass einige Leute meinen, die Bibliothek sei ein guter Ort sich zu unterhalten. Aber die treiben es ja inzwischen schon so doll, dass es nicht mehr feierlich ist! Nicht nur, dass ständig irgendwo ein Handy vibriert, nein, es gibt sogar einige Exemplare, die bringen es dann auch noch fertig, dran zu gehen und loszuquatschen. Zwar gehen die dann dabei raus, doch bis sie draußen sind wird schon mal munter losgeplappert. Welcher Anruf kann so wichtig sein, dass man sofort ran gehen muss und nicht mal eben zurück rufen kann, wenn man draußen ist? Oder liegt es am Geld? Wenn ja, dann stellt sich die Frage, wer das Iphone bezahlt hat.



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